Bimex-Kunden mit Wartungsvertrag profitieren von einem automatischen Unterhalt ihres Notstromsystems. Bei der Bachem-Gruppe in Bubendorf stand im Herbst wieder der Elektrocheck auf dem Programm.

Es ist morgens vor acht. Bimex-Elektriker Tobial Reichel betritt den Empfang der Bachem-Gruppe. Das Unternehmen, es liegt rund 20 Kilometer südlich von Basel, gehört zu den weltweit führenden Partnern für die Biotech- und Pharmaindustrie. Bachem entwickelt und produziert Peptide und Oligonukleotide – organische Verbindungen, die als Wirkstoffe in Medikamenten zum Einsatz kommen. Tobias Reichel beantwortet die obligatorischen Sicherheitsfragen und bekommt seinen Badge. Nach wenigen Minuten steht er vor der Notstromanlage, einer Himoinsa HMW-460 T5.

Checkliste im Smartphone

«Die Anlage ist so gut wie neu, wir haben sie 2019 installiert, deshalb ist der heutige Elektrocheck weniger aufwendig als bei älteren Systemen.» Tobias Reichel beginnt mit einer Sichtkontrolle, prüft den Keilriemen, das Niveau von Öl und Kühlwasser, die Dichtigkeit der Systeme und der Abgasleitung, das Vorhandensein von Warnschildern. «Das gehört zwar eigentlich zum Motorencheck, der nächstes Jahr an der Reihe ist, aber gewisse Komponenten prüfen wir jedes Mal, unabhängig von der Art der Wartung.» Was geprüft ist, tippt Tobias Reichel in sein Smartphone, falls nötig, ergänzt er Notizen. «40 Prozent des Elektrochecks besteht aus Schreiben.» Die Daten werden augenblicklich zentral gespeichert. Fotos, die Tobias Reichel mit dem Mobiltelefon aufnimmt, wandern ebenfalls in die Datenbank. «Die Bilder sind hilfreich, falls wir Kunden telefonisch anleiten müssen.»

Steuerung und Batterie

Tobias Reichel startet das Aggregat dreimal, lässt es jeweils kurz laufen und liest an der Steuerung die Parameter ab, zum Beispiel die Temperatur des Kühlwassers, Frequenz, Spannung, etwaige Fehlermeldungen. «Die Steuerung speichert übrigens auch die History», protokolliert also das Geschehen im Aggregat. Die Tür der schallgedämmten Haube ist offen, doch das Motorengeräusch wäre auch ohne Gehörschutz erträglich. Die Vibrationen bewegen sich im Normalbereich. Dann misst Tobias Reichel die Batterie, sie ist das schwächste Glied in der Kette. «Die Werte sind gut, sie liegen sogar über dem offiziellen Maximum.» Das Ergebnis kommt ins Protokoll, einen Ausdruck legt Tobias Reichel auf die Batterie als Bestätigung für den Kunden. «Die Batterie sollte man spätestens nach fünf Jahren austauschen.» Manche Firmen, etwa Spitäler, ersetzen sie früher.

Mehrmals im Notbetrieb

Tobias Reichel nimmt den Schraubenzieher zur Hand, prüft, ob die Klemmverbindungen der Kabel fest sitzen. Bis jetzt ist alles, wie es sein soll. Defekte Teile gibt es nicht. «Sicherheitsrelevante Teile würden wir sofort austauschen, andere erst beim nächsten Check, um dem Kunden Kosten zu ersparen.» Der Elektrocheck hat bis jetzt rund 90 Minuten gedauert, nun folgt ein halbstündiger Testlauf. Tobias Reichel geht nach draussen, um den Kamin zu beobachten. Es zeigen sich keine Rauchspuren, die Verbrennung ist sauber. Zum Schluss überträgt Tobias Reichel die aktuellen Steuerungsdaten auf seinen Laptop. Und bevor er den Raum verlässt, wartet er ab, bis sich die Zuluftklappen der Raumbelüftung wie vorgesehen automatisch schliessen.
Im zu Ende gehenden Jahr startete die Anlage bei Bachem als Folge von Netzausfällen dreimal zum Notbetrieb. Es lohnt sich also, die Zuverlässigkeit von Anlagen durch regelmässige Wartung sicherzustellen. Jedes Jahr wickelt Bimex mehrere Hundert Elektrochecks ab, in der Regel alternierend mit den Motorenchecks.